Bühne

Nathan der Weise

Freitag, den 17. Februar 2017, 10:30 Uhr
Altes Theater (Hans- und Sophie-Scholl-Gymnasium), Ulm

Beschreibung

In NATHAN, DER WEISE werden die drei Religionen Christentum, Islam und Judentum unter die Lupe genommen und sollen miteinander konkurrierend um den Posten der wichtigsten Religion kämpfen.

Dieser Konflikt wird anhand des Tempelherrn am besten verdeutlicht: Er, als gestrandeter christlicher Tempelritter dem Tode entronnen, rettet eine eigentlich verhasste Jüdin aus ihrem brennenden Haus, verliebt sich später in sie, will sie heiraten, bekommt von ihrem Vater, dem Juden, nicht sofort die Erlaubnis zur Vermählung, verrät danach diesen Juden bei seinem christlichen Vorgesetzten, um am Ende geläutert dazustehen und sich zu entschuldigen. Seine Dynamik gleicht einem pubertierenden Menschen, seine Richtungslosigkeit, sein aufbrausendes Wesen und sein fast ausschließlich emotionsgeführtes Handeln, gleicht durchaus dem der heutigen Jugend. Er ist die Figur, die uns veranlasste die Inszenierung zu wagen. Er kann es schaffen, den eigentlichen Inhalt des Stücks nachvollziehbar zu machen. Die beiden väterlichen Figuren Nathan, der stellvertretend für den christlich-jüdischen Glauben steht, und Saladin, als führender Muslim, treffen sich auf der Ebene der weisen Räte, sind Vaterfiguren, die beide weise und überlegt handeln – ohne sich von den Worten der Schwätzer und Beratenden beeinflussen zu lassen.

Die Inszenierung

Christliche Ritter schlagen im Namen ihrer Kirche Moslems den Kopf ab. Die Moslems wehren sich und schlagen ihrerseits den Christen die Köpfe ab. Und die Juden werden von Moslems und Christen verfolgt und ermordet. Was tun? Lessing gibt uns mit seinem dramatischen Gedicht "Nathan der Weise" einen Hinweis: Wir benötigen interkulturellen Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum, basierend auf Vernunft und Humanität. Heute, in einer Zeit fortschreitender fundamentalistischer Konflikte, wie übrigens auch zu Lessings Zeiten, nötiger denn je.

Die Inszenierung setzt klar auf die Aktualität des Themas und auf die körperliche Ausdrucksweise der Schauspieler. Sie lässt alles Unwichtige von der Bühne verschwinden und versucht die Jugendlichen von heute, die das Medium Theater oft nicht mehr als ihr vordergründiges Medium betrachten, packend und emotional so zu berühren, dass die Kernfrage: „Sind wir unser Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch?“, für sich annehmen, und neu über den aktuellen Religionskonflikt reflektieren.

Veranstalter: Junge Ulmer Bühne JUB

Per E-Mail verschicken Diesen Artikel drucken ICS Download

Veranstaltungsort

Altes Theater (Hans- und Sophie-Scholl-Gymnasium)
Wagnerstraße 1
89077 Ulm

Telefon 0731 / 161-4724

Routenplaner (Startadresse)

Zum Schluss

Warum man mit Energiesparlampen ...

Die modernen Glühlampen sind gut für die Umwelt, weil sie Energie sparen, aber schwierig zum Entsorgen.

Energiesparlampen schonen das Klima, weil sie viel weniger Strom verbrauchen als die alten Glühbirnen. Doch wenn sie zerbrechen, ist Vorsicht angesagt – vor allem, wenn sie Quecksilber enthalten. mehr

Krebstherapie: Tropenfrucht ...

Die Früchte des Blushwood Baumes.

2014 machte eine australische Regenwaldfrucht Schlagzeilen, die im Tierversuch 75 Prozent aller Tumore abtötete. Experimente an Menschen zeigen jetzt erste positive Effekte. mehr

Studie: Meiste Reiche leben in ...

Weltweit gibt es immer mehr Millionäre. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Reichen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Capgemini hervor. mehr